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Nandurion und der Aventurische Bote 177

“Für mich das Highlight des Boten.” … das geht doch runter wie Öl. Nandurion, die Info- und News-Seite zum Rollenspiel »Das Schwarze Auge«, hat mit Datum 07.08.2016 einen kritischen Blick auf den Aventurischen Boten 177 geworfen. Dabei kommen die beiden Artikel von mir zu Myranor erfreulich gut weg. Gleich drei Rezensenten nahmen sich das Blatt vor: Botendisput zum Boten 177

“Eindeutig das zweite Highlight des Boten ist dann für mich der ausführliche Bericht „Ein Astrologe aus dem Güldenland“, in dem Peter Horstmann einen Sternenkundler der Kerrishiter den Sternenfall ausführlich aus güldenländischer Perspektive kommentieren und auswerten lässt. Nach langer Myranor-Abstinenz ist das eine sehr willkommene Abwechslung und eine gleichermaßen erhellende wie vergnügliche Lektüre.”

“Ja, tatsächlich ließt sich diese Beilage äußerst vergnüglich und wirft ein Licht auf den Sternenfall, auch wenn mir noch immer „alles kann damit, nichts muss“ als Planung etwas arg … flexibel erscheint. Aber gerne darf man so auf diese Weise öfters diverse Experten interviewen und mal tiefer in Sonderfelder vordringen, das macht den Boten durchaus zur abwechslungsreichen Lektüre.”

“Noch mehr Güldenland! Ein ausführliche Zusammenfassung eines Berichts einer Gruppe von Thorwalern, die von sich behaupten, aus dem Güldenland zurückgekehrt zu sein, und die wichtigsten Stationen ihrer Expedition beschreiben. Ebenfalls eine vergnügliche Lektüre mit einem sehr interessanten Teaser.”

 

Mich freut’s natürlich, dass die Texte gut ankommen. :)

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Uhrwerk! – Ausgabe 10

Nun ist sie zweistellig. Im dritten Jahrgang gibt es die Memoria Myrana nun als Teil des Verlags-Magazins mit Beiträgen aus der Spielwelt Myranor und anderen Settings. Dieses Mal durften die Großen nicht mitspielen, denn die Kleinen sollten einmal aus dem Schatten von Splittermond und Myranor heraustreten und sich angemessen präsentieren. Für die kommende Ausgabe mit den Thema “Stadt” sind bereits erste Beiträge eingetrudelt und es werden wieder alle Settings bedient.

Für mich als Chef-Redakteur war es ein Experiment. Je mehr Material zu den Großen enthalten ist, desto mehr Interesse weckt die Ausgabe, doch bisher können sich die Download-Zahlen sehen lassen und stehen nur minimal hinter den üblichen Werten zurück. Das macht Mut für weitere Experimente und auch ein gutes Gefühl, dass das Format auch nach 10 Ausgabe nicht an Schwung verloren hat. :)

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Swafnilds Verhängnis 3

Die Glänzenden Klingen

  • Agorosch, Ardarit, Ambosszwerg
  • Suijo, Krieger, Maraskan, Mensch
  • Trajan, Händler, Festum, Mensch

SPOILER-ALARM
Der folgende Text kann Spuren des Abenteuers Im Wirtshaus zum schwarzen Keiler (B1Logo_Wiki_Aventhalten.

Teil 1 • Teil 2 • Teil 3

Beitragsbild: Lichtmagnet, ergänzt, bearbeitet


„DAS SCHWARZE AUGE, AVENTURIEN, DERE, MYRANOR, THARUN, UTHURIA und RIESLAND sind eingetragene Marken der Significant Fantasy Medienrechte GbR. Ohne vorherige schriftliche Genehmigung der Ulisses Medien und Spiel Distribution GmbH ist eine Verwendung der genannten Markenzeichen nicht gestattet.“

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Im Gewölbe.
Eines dieser Fässer war eine Täuschung. Es lag auf Schienen und ließ sich mit einigem Aufwand bewegen. Dahinter wurde ein Zugang sichtbar, der in ein unterirdisches Gewölbe führte. Ich will dich nicht mit all den vielen Gängen langweilen, die wir in den folgenden Tagen untersuchten. Es müssen Meilen gewesen sein, die wir da abliefen und bis heute weiß ich nicht, wer genau diese Anlage anlegte, wahrscheinlich wurde sie von verschiedenen Gruppen immer wieder erweitert. Einige Teile wirkten sehr alt, andere waren natürlichen Ursprungs oder gar ausgemauert, während die meisten Gänge nur Löcher in der Erde waren.

Schon im Anfangsbereich fanden wir in einer alten Kiste ein Richtschwert. Diese Kiste war mit einem giftigen Dorn gesichert. Zumindest gingen wir davon aus, dass es Gift war. Wir haben es nie von einem Medicus untersuchen lassen, aber es war eine alte Kiste mit einem Dorn, der an seiner Spitze mit einer eingetrockneten Flüssigkeit versehen war. Und wenn es wie eine klassische Giftdorn-Falle aussieht, sollte man davon ausgehen, dass es auch eine ist und sich entsprechend vorsichtig benehmen. Das haben wir. Mit der Streitaxt war das Schloss in Bruchteilen einer Sekunde erledigt und aus dem Weg. Das wuchtige Breitschwert haben wir natürlich mitgenommen. Es bestand ja noch die Möglichkeit, dass der ehemalige Henker in die Sache verwickelt war.

Das größte Problem in so einem Gewölbe ist die Orientierung. Elminsters Regel sagt, man solle immer links gehen. Das funktioniert auch recht gut, solange die Anlage nicht rund angelegt ist. Wir hatten natürlich noch das Problem, dass wir nicht alles untersuchen konnten, da ja das Leben von Swafnild auf dem Spiel stand. So versuchten wir uns zu orientieren und konzentrierten uns
auf Bereiche, die vielversprechend aussahen. Das Ergebnis war verblüffend: Wir fanden GoblinsLogo_Wiki_Av und OrksLogo_Wiki_Av, AffenmenschenLogo_Wiki_Av, ZwergeLogo_Wiki_Av und EchsenwesenLogo_Wiki_Av und am Ende die Räuber. Aber der Reihe nach.

Von großer Bedeutung für das Unternehmen war sicherlich das Auffinden einiger Zwerge. Die erste Gruppe trafen wir an, nachdem wir merkwürdigen Geräuschen gefolgt waren. Mir klangen sie in den Ohren wie die Laute der heimatlichen Binge, doch hätte ich in diesem Erdloch niemals Bergbau erwartet. Und doch war es so. Drei erbärmlich aussehende Mitglieder unseres Volkes, abgemagert, zerlumpt und mit einem seelenlosen Blick, dass man eine Gänsehaut bekommen konnte. Sie reagierten nicht auf Ansprache oder auf Berührung. Stumpf arbeiteten sie weiter, versuchten silberhaltiges Erz aus der Felswand zu holen. Allein bei der Nennung des Namens Grotho gab es eine erkennbare Reaktion: Sie erhöhten das Arbeitstempo. Offenbar steckte dieser Bandit hinter den unwürdigen Lebensbedingungen der Vettern. Schuld an ihrem Zustand waren aber wohl nicht nur die widerwärtigen Umstände, unter denen sie vegetierten. Ihr Essen, nur wenige Schritte entfernt auf einem rauchigen Feuer in einer Nische zusammengekocht, erweckte den starken Verdacht, dass es mit Drogen versetzt war. Da sie weder angekettet noch sonst auf physische Art an diesen Ort gebunden waren, konnten wir sie nicht befreien. Allein ihre Angst vor dem Hauptmann, verstärkt durch die Drogen, schien sie hier zu halten. So mussten wir sie erst einmal wieder verlassen.

Nur wenige Abzweigungen weiter, trafen wir drei weitere Zwerge, schlafend in ihrem Quartier. Auch hier herrschten unbeschreibliche Zustände, doch waren die Anwesenden nicht mit Drogen vergiftet. So gelang es uns nach einigen Mühen, sie davon zu überzeugen, die Gewölbe zu verlassen. Zuvor sollten sie alle anderen Zwerge überzeugen und sich mit Proviant und Ausrüstung versehen. Im weiteren Verlauf unserer Untersuchung des Unterschlupfes haben wir wiederholt frisch geplünderte Vorräte und Ausrüstungslager gefunden. Zumindest das hatte soweit also funktioniert.

Einige andere Dinge haben damals nicht so gut funktioniert oder brachten uns zumindest nicht weiter. Viele Abzweigungen, geheime Türen oder auch Treppen führten in Sackgassen, wo man den Vortrieb einstellte, zu Einstürzen oder schlicht zu Latrinen.

Natürlich ging die Erkundung nicht ohne heftige Kämpfe vonstatten. Immerhin handelte es sich um eine Räuberhöhle. Die Kämpfe mit den Affenmenschen gingen meist ohne größere Probleme zu unseren Gunsten aus. Bei den Echsen hat Trajan wirklich Glück gehabt. Nachdem Suijo durch einen Schlag gegen den Kopf für einige Zeit ausgeschaltet worden war, blieb die Wehrhaftigkeit der Gruppe an ihm und mir hängen. Bei einem Treffen erschien es Trajan und mir, als müsse er einen wirklich gewaltigen Schlag einstecken, so sehr hatte sich das schuppige Monster ins Zeug gelegt, doch war ihm Rondra offenbar hold und die Wirkung blieb weit hinter den Erwartungen zurück.
Ganz anders einige Stunden später. Endlich hatten wir uns in wichtige Bereiche vorgearbeitet. Bereits etliche Gegner, Gänge und Gerümpel hatten wir hinter uns gelassen und kamen nun in die Schmelze. Hier wurde aus dem von den Zwergen gewonnenen Erz das Silber extrahiert und zu Münzen und Barren verarbeitet. Als wir dort eintrafen, waren noch ein dreckiger Ork und zwei struppige Goblins anwesend. Schnell entbrannte ein Kampf und schnell war ich es, der sich im Zentrum der Hiebe sah. War beim Kampf mit den Echsen das Glück an unserer Seite, so fehlte es nun. Der Ork schaffte es, einen besonderen Hieb anzusetzen und ich war in die Defensive gezwungen. Dies nutzte der ehrlose Goblin an seiner Seite heimtückisch aus und trieb mir seine Klinge in den Wanst. Den anderen Rotpelz konnte ich noch niederstrecken, doch die Verwundung durch seinen Artgenossen war zu schwer, der Blutverlust zu stark. Wir hatten diese Banditen offenkundig unterschätzt, anders kann ich es mir nicht erklären, dass ich damals zu Boden gegangen bin. Der böse Feind jubelte. Doch war es Trajan, der diesen unverdienten Jubel ausnutzte und den zweiten Goblin zu seinen Ahnen schickte. So galt es nur noch dem Orken den Garaus zu machen. Hilflos lag ich in der Ecke und musste mit ansehen, wie Trajan einen heftigen Kampf gegen den Struppigen focht. So waren schon zwei von uns des Kampfes unfähig geworden: Suijo und ich. Doch Trajan gelang es, dem Schwarzpelz so kräftig zuzusetzen, dass dieser allen Mut verlor und sich der Gnade des Händlers aussetze. Doch dieser hatte keine. Nicht für einen Ork, der im Verdacht stand an der Entführung seiner Swafnild beteiligt zu sein und den Banditen zu unterstützen, der offenbar hinter all diesem hier stand. So verlor der Ork nun Kopf und Leben.

Mit der Hilfe der Zwerge kam ich damals wieder auf die Beine, hatten sie uns doch zwei kleine Fläschchen gegeben. Brigram, das war der Name des Anführers der kleinen Schar gewesen, hatte sie uns gegeben und gemeint, wir könnten es wohl besser gebrauchen. Damit hat er sich um die Leuin verdient gemacht, denn so ermöglichte er es uns, den Kampf fortzusetzen und die Verbrecher zu strafen, die ihn und die Seinen so lange gefangen gehalten hatten. Mit Hilfe des magischen Trankes kam ich also wieder auf die Beine.

Eine größere Handvoll Silbermünzen haben wir dort in der Schmelze gefunden. Nicht wenige davon sind dann im Dorfe geblieben. Man hat uns dort gastlich aufgenommen und unterstützt. Aus einigen fertigte ich später ein Kleinod für den Altar der Peraine in Form eines silbernen Ährenkranzes, groß genug, dass die Bräute des Dorfes es bei der Trauung tragen könnten.
Aber auch für den Kampf nutzten wir das Silber in dieser Schmelze. Noch galt es, dass wir unter Umständen mit einem Lykanthropen konfrontiert werden würden und so überzogen wir Trajans Hellebarde und meine Streitaxt mit dem Silber, auf dass sie uns bessere Dienste erweisen würden. Dann zogen wir weiter, Swafnild zu finden.

Es waren in jenem Gewölbe unter der bornischen Erde eine Menge Gegner und nur wenige sind in jenen Tagen erfolgreich geflohen. Doch einen traurigen Kampf muss ich noch erwähnen, bevor wir zu angenehmerer Kunde kommen.
Viele Gänge galt es zu erkunden und immer trieb uns die Sorge um Swafnild weiter, nicht zu verweilen, so interessant einzelne Abzweigungen auch erschienen. Eine Tür fand sich zum Beispiel hinter einer Lehmschicht verborgen, was für einen Bergkundigen nicht schwierig zu erkennen war. Doch sie frei zu legen, hätte viele Stunden gedauert. So mussten wir weiter.
Hinter einem schäbigen Vorhang am Ende eines Ganges vermuteten wir ein weiteres Quartier der Schergen und aus Erfahrung wussten wir inzwischen, dass sie einen leichten Schlaf, wenn nicht gar Wachen aufgestellt hatten. Doch die Affenmenschen, die hier ruhten, besaßen einen tiefen Schlaf. So schauten wir uns vorsichtig um, immer bedacht, kein lautes Geräusch zu machen. Dabei waren wir so auf diese Primaten und ihren Schlaf konzentriert, dass wir die beiden sich anschleichenden Echsen erst in allerletzter Sekunde mitbekamen. Ein Kampf war unvermeidlich. So stürzten wir uns mit Hallo auf die Geschuppten und hieben sie tüchtig nieder, wohl wissend, dass die Menschenähnlichen in unserem Rücken schon bald ihre Kumpane verstärken würden. Ihre Komplizen tot am Boden, brachte die Affen in Rage und heftig gingen sie gegen uns vor. Als Trajan einen gewaltigen Hieb parieren musste, geschah das Unheil. Kraftvoll riss er sein Kurzschwert der unausweichlichen Gerechtigkeit empor, die Waffe des Angreifers zu stoppen. Mächtig das Aufeinanderprallen. Laut schallte es durch den Raum. Für eine Sekunde schien alles still zu stehen. Dann begleitete ein schriller Ton das Zerspringen der magischen Klinge. Entsetzen übermannte das Gesicht des Festumers und lähmte den ganzen Mann. Doch auch der Affenmensch war über seinen unerwarteten Erfolg überrascht. Ich konnte die Verwunderung ausnutzen und hieb ihm meine Doppelaxt, den treuen FelsspalterLogo_Wiki_Av, in die Seite, dass er tot zusammenbrach, noch bevor er die Waffenlosigkeit des Kameraden ausnutzen konnte. Doch welch ein Verlust. Die Waffe kam von den legendären Inseln im NebelLogo_Wiki_Av.
Bei den großen Primaten fanden wir noch zwei Schlüssel, dann ging es zurück zur Schmelze und Trajan musste die weitere Untersuchung des Gewölbes mit dem Orkensäbel bestreiten.

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Swafnilds Verhängnis 2

Die Glänzenden Klingen

  • Agorosch, Ardarit, Ambosszwerg
  • Suijo, Krieger, Maraskan, Mensch
  • Trajan, Händler, Festum, Mensch

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Teil 1 • Teil 2 • Teil 3

Beitragsbild: Lichtmagnet, ergänzt, bearbeitet


„DAS SCHWARZE AUGE, AVENTURIEN, DERE, MYRANOR, THARUN, UTHURIA und RIESLAND sind eingetragene Marken der Significant Fantasy Medienrechte GbR. Ohne vorherige schriftliche Genehmigung der Ulisses Medien und Spiel Distribution GmbH ist eine Verwendung der genannten Markenzeichen nicht gestattet.“

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Meskinneskoje.
Eine Handvoll Häuser um einen Tempel der Göttin Peraine herum – das ist das ganze Dorf. Peraine Logo_Wiki_Av, so sagte man mir, sei die Herrin der Landwirtschaft und ließe die Früchte auf dem Felde und am Baume wachsen. Nun, zumindest war der alte Geweihte ein gastfreundlicher Mensch. Ankwin, so hieß der Gute, hatte sicher schon über 70 Sommer gesehen und war damit für einen Menschen in einem ehrwürdigen Alter.
Beim Abendessen berichtete er von einer Räuberbande, die im nahen Snarjewald hausen sollte und die Gegen schon seit längerer Zeit terrorisierte. Der Anführer besagter Galgenvögel sollte ein gewisser Grotho Peraiken sein. Mit Verbitterung in der Stimme schloss der Geweihte seine Klage: „Festum hat nie Hilfe geschickt, egal wie oft wir darum gebeten haben.“
Nach dem Henkersbau befragt, meinte er, das könne ein altes Haus im Wald sein, südlich des Dorfes. Früher sei da eine Reiseherberge gewesen, die aber schon vor vielen Jahrzehnten den Betrieb eingestellt habe. Da sei er noch ein kleiner Junge auf den Knien seines Vaters gewesen.

Am nächsten Morgen ging es dann los. Der Himmel war klar, was uns beim Aufspüren der Entführer helfen sollte. Dafür war es übel kalt. Der leichte Wind drang schon bald durch die Mäntel und Umhänge.
Es ließ sich grob einschätzen, wo wir würden suchen müssen und so dauerte es nicht allzu lange, bis wir brauchbare Spuren im Schnee fanden. Etwa eine Stunde die Straße zurück ging ein Weg ab und führte in den Wald hinein. Als wir am Tage zuvor am Spätnachmittag daran vorbei gekommen waren, war es schon zu dunkel gewesen, um ihn zu bemerken. Wir folgten diesem etwas breiterem Trampelpfad einige vielleicht zwei, drei Meilen und kamen an einen unnatürlich aussehenden Hügel. Unter dem Schnee fanden wir Reste von Transportkisten. Kisten, wie sie der Handelszug von Ukbert mit sich geführt haben sollte. Bald entpuppten sich auch weitere Hügel zwischen den Bäumen als Reste von Wagen und Gräber. Trajan war sich allerdings sicher, dass seine Swafnild nicht hier liegt. Das würde er spüren, meinte er.
Wir suchten weiter und folgten dem Pfad tiefer in den Wald hinein. Auf einer kleinen Lichtung standen die nieder gebrannten Reste eines Hauses. Doch bevor wir noch genauere Untersuchungen durchführen konnten, schlugen zwei Pfeile vor uns in den Boden ein. Aus dem Schatten der Ruinen traten der Hauptmann der Strauchdiebe und zwei seiner Schergen hervor. Sie wollten das Geld.

Trajan bestand darauf, seine Braut zu sehen. Was nur verständlich war. Wir hatten die Gräber gefunden und konnten nicht wissen, ob sie noch am Leben war. Sein armes Herz wollte Gewissheit. Doch die Banditen witterten wohl eine Falle. So ist das, wenn man selber nur Lug und Arglist im Herzen führt und keine Ehre besitzt. Mit wüsten Beschimpfungen und Flüchen wandten sich die Entführer um und verschwanden in den Ruinen, den armen Trajan fassungslos zurück lassend. Suijo und ich setzten sofort zur Verfolgung an und ich muss gestehen, ich bin heute noch froh, dass ich damals etwas langsamer reagierte als der Krieger von Maraskan. Mit einem wilden Sprung trieb er sein Pferd über die Lichtung und mit einem wilden Schrei verschwand er unter Krachen und Bersten in einer mit Schnee bedeckten  Fallgrube. In letzter Sekunde konnte ich Koloss herumreißen und zügeln, sonst wäre ich hinter Suijo hergestürzt. Das wäre nicht nur ihm übel bekommen. Mit etwas Mühe konnten wir ihn aus der Grube holen, doch sein Pferd war nicht mehr zu retten. Der Schwung des Sturzes hatte ihm einige Knochen zerbrochen und so waren die spitzen Hölzer am Boden ein Segen für das arme Tier, hatten sie das Leiden doch umgehend beendet.

Koloss und der Braune von Trajan wurden an der Ruine angebunden. Wir ließen Zorn als Bewachung zurück und schon nach kurzer Untersuchung zeigte sich, dass die Ruine des alten Gasthauses nicht unser Ziel sein konnte, führten die Spuren doch in den alten Keller.

In der Ruine führten Stufen in eine tiefere Etage. Da wir dort die Vermisste vermuteten oder doch zumindest die verantwortlichen Banditen, gingen wir langsam hinunter. Eine Bärenfalle auf der Treppe war das Willkommensgeschenk jener Banditen. Nun wir hatten nicht auf ihre Gastfreundschaft gebaut und hatten auch nicht vor uns mehr als nötig an die Gebote Travias zu halten. Ein alter Balken sorgte dafür, dass die Falle kein Problem mehr darstellte. Im Lichte meiner Laterne zeigten sich die Reste einer früheren Kellereinrichtung.: Regale Kisten und mehrere große Weinfässer.

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Swafnilds Verhängnis

Die Glänzenden Klingen

  • Agorosch, Ardarit, Ambosszwerg
  • Suijo, Krieger, Maraskan, Mensch
  • Trajan, Händler, Festum, Mensch

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Der folgende Text kann Spuren des Abenteuers Im Wirtshaus zum schwarzen Keiler (B1Logo_Wiki_Aventhalten.

Teil 1 • Teil 2 • Teil 3

Beitragsbild: Lichtmagnet, ergänzt, bearbeitet


„DAS SCHWARZE AUGE, AVENTURIEN, DERE, MYRANOR, THARUN, UTHURIA und RIESLAND sind eingetragene Marken der Significant Fantasy Medienrechte GbR. Ohne vorherige schriftliche Genehmigung der Ulisses Medien und Spiel Distribution GmbH ist eine Verwendung der genannten Markenzeichen nicht gestattet.“

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—Agorosch: In dem Winter ist so Einiges passiert. Ich war damals mit Suijo, einem Krieger von der Insel Maraskan und Trajan, einem Wein- und Tuchhändler aus Festum unterwegs. Kennen gelernt hatte ich die beiden, als ich mich von Asleif PhileassonLogo_Wiki_Av für den Endspurt seiner Wettfahrt anwerben ließ.

Nachdem wir uns zwölf Tage lang durch die verschneite Wildnis des Bornlandes Logo_Wiki_Avgekämpft hatten, erreichten wir Festum Logo_Wiki_Av Kopie. Nach so einer Reise erscheint selbst diese Stadt wie eine Verheißung.

Wir waren gerade durchs Stadttor hindurch, da bekam unser abenteuerlustiger Händler eine Nachricht zugesteckt. Auf dem schmierigen Zettel stand mit vielen Schreibfehlern, seine Braut sei entführt worden und man wolle 25 Dukaten Lösegeld haben. Du kannst dir das Entsetzen des armen Mannes vorstellen. Anstelle eines rührigen Wiedersehens mit seinem Schatz nun diese Nachricht. Der Überbringer der Nachricht entschwand wieselflink in der Menge und ward nicht mehr zu finden. Natürlich haben wir Trajan sofort beigestanden und ihm Hilfe zugesagt. Das war Ehrensache. Und so ging es erst einmal mit dem geschockten Gefährten zu dessen Eltern, wo man besagte Braut eigentlich wähnte. Auch Swafnild, ein thorwalsches Mädchen, war mit bei der großen Reise des Königs der Meere dabei gewesen. Nach der langen Segelpartie hatte sie Trajan nach Festum begleitet. Warum sie nicht mit nach PervinLogo_Wiki_Av gekommen war, kann ich nicht mehr sagen. Wahrscheinlich war es die Gesundheit gewesen.

Bei seinen Eltern erfuhren wir, dass Swafnild 16 Tage zuvor als Begleitung eines Wagen-Treks nach Meskinneskoje Logo_Wiki_Avaufgebrochen sei. Nein! Kein Scherz, der Ort heißt wirklich so! Der Trek gehörte dem Händler Ukbert aus Festum, wohl eines weitläufigen Bekannten von Trajan, der auch selber mit dabei war. Mehr gab es da nicht an Informationen. Das Lösegeld, stand auf den Zettel, solle beim “Henkersbau” abgeliefert werden. Wir wussten natürlich erst einmal nicht, wo das sein könnte. Also trafen wir uns am Nachmittag noch mit Egonil und Volpje, weiteren Veteranen unserer Reise mit Phileasson, im Gildenhaus der Glänzenden Klingen. Doch die wussten von nichts – wäre ja auch zu einfach gewesen.

Suijo und ich gingen daraufhin direkt zur Stadtwache und fragten dort nach. Wer sonst kennt sich – auf der ehrlichen Seite – schon besser in der Stadt aus, als die Büttel, die sie beschützen? Für etwas Gutes zu essen und ein Fässchen Schnaps bekamen wir dort auch gute Informationen: Henkersbau … etwa 15 Jahre zuvor war Ugdralin ‚der Wilde‘, der Henker von Festum, über Nacht verschwunden. Einfach so, von einem Tag auf den anderen. Er soll in jenes Meskinneskoje gegangen sein. So erzählt es uns die Wache. Und sein Heim sei der besagte Henkersbau.

Trajan bekam unterdessen heraus, dass der Henker in dem Rufe stand ein Lykanthrop zu sein. Unsere kleine Plaudertasche war allein unterwegs, was wieder einmal ein Fehler war. Denn offenbar hatte er bei seinen Befragungen durch einen dummen Versprecher und anschließendes Herausreden den guten Egonil belastet. Okay, der Junge war ein Weiberheld und brachte sich selber immer wieder in Probleme, aber dass Trajan ausgerechnet bei einem gehörnten Ehemann oder einem Opfer von Egonils merkwürdigem Glück beim Kartenspiel nach Informationen anfragte, war schon echtes Pech. Wir konnten damals gar nicht absehen, was sich da zwischen jenem Alrik Bärenherz und Egonil entwickeln würde.

 

Am späte Nachmittag ging ich dann noch in den Tempel Rondras Logo_Wiki_Av– natürlich in vollem Ornat. Wenn wir wirklich in die Situation kommen sollten, uns mit einem Werwolf anlegen zu müssen, so dachte ich mir, wäre es sicherlich ein Gewinn, vorher die Jünger der Leuin um Rat zu fragen. Dort erzählte man mir dann auch, der berühmte Lykanthropen-Jäger Peer van Hassel sei derzeit in Perricum und könne mir bestimmt weiterhelfen. Nun, das wäre eine Option, doch liegt Perricum in Richtung Süden und Meskinneskoje nach Norden. Ich bat daher die Geweihte mir Felsspalter und Drachenzahn zu weihen und lies fünf Silberlinge als Dank beim Opferstock. Den “Experten” haben wir dann auch erst einmal nicht aufgesucht.

Zurück im Kontor erfuhr ich, dass Egonil untergetaucht sei, um möglichen Problemen mit diesem Bärenherz zu entgehen. Volpje würde erst einmal die Stellung halten, während wir uns um Swafnild kümmern würden. Wir kauften noch neue Winterkleidung für die Reise in den Norden und Trajan kam damit um die Ecke, dass er für den Weg ein neues Pferd bräuchte. Das sollte ja in Festum kein Problem sein, dachte ich. Nun, es wurde turbulent: Der Händler Iselbert ist ein gewiefter Händler und kennt sich mit den Gäulen aus. Ich konnte zwar von meinen Erfahrungen aus dem Kriegszug gegen die Oger etwas hilfreich eingreifen, aber gegen Trajans “taktisches Geschick” beim Handeln half das auch nicht. Dessen Spezialgebiet ist ja nun mal der Wein. Aber bei Pferden hilft es nicht, wenn man sie länger lagert und regelmäßig dreht. Nachdem sie endlich handelseinig geworden waren, machte der knickerige Trajan eine dumme Bemerkung und prompt nahm Iselbert dem Pferd das Zaumzeug ab. Auf die verblüffte Frage Trajans nach dem Grund, hieß es stumpf: Gekauft sei ja nur das Pferd. Sattel und Zaumzeug könne man natürlich auch bekommen, … wenn man es sich denn leisten wolle. Der beleidigte Unterton Iselberts war nur allzu deutlich. Und so ging das Gefeilsche von vorne los. Doch am Ende hatte er dann doch alles Notwendige. Ich war damals mit Koloss unterwegs, meinem treuen schwarzen TralloperLogo_Wiki_Av. Das war ein richtiges Pferd gewesen.

Die Reise nach Norden dauerte sieben Tage und machte bei dem kalten Wetter so gar keinen Spaß.

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Der Aventurische Bote 177

Aventurischer Bote 177 Sonderbeilage

Aventurischer Bote 177 Sonderbeilage

Heute ist bei Ulisses der Aventurische Bote Nr. 177 erschienen und bringt dabei einen großen Bericht zu Myranor. In zwei langen Texten aus meiner Feder werden Aspekte des Sternenregens in Myranor sowie das Leben einiger Teilnehmer der Hjaldingard-Expedition in der alten Heimat beleuchtet.

Damit werden einige aktuelle Ereignisse in Myranor präsentiert und auch ein paar Neuerungen zu Themen aus dem ‚Südband‘ eingeläutet.