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Uhrwerk! – Ausgabe 13 und Myranor

Das neue Jahr beginnt mit einer neuen Ausgabe des Uhrwerk! Als Oberthema war dieses Mal »Dungeon/Gewölbe/Kanalisation« gewählt worden.

Als in grauer Vorzeit der Athener Theseus in das Labyrinth des Minos ging, galt er schon als großer Held. Für viele Veteranen des Rollenspiels war der Weg ein umgekehrter. Ob sie nun dem Gewölbe der Stadt Tiefwasser und den dort erlebten Abenteuern ihr Dasein als Held verdanken, oder sich mit Echsen, Orks und anderen Kuriositäten in den Gängen unter einer Taverne gemessen haben – der Dungeon gebiert den Helden als etwas Neues.
Das liegt nicht nur daran, dass am Anfang unseres Hobbys der Dungeon stand. Das Hineinwagen in den dunklen Keller mit seinen Schrecken im Schatten ist seit Generationen eine Probe des Mutes, auch abseits des Spieltisches. Im Dunkel, das all unseren Ängsten als Heimstatt dient und all die Monster verbirgt, die wir aus unserem Alltag verbannt haben, gilt es zu beweisen, dass wir in der Lage sind selber hell genug zu strahlen, um die Schatten zu vertreiben.

»Wer ein Labyrinth begeht, macht sich auf einen Weg der Wandlung.«

So schreibt Gernot Candolini in seinem Werk „Im Labyrinth sich selbst entdecken“ und dabei kommt es nicht nur darauf an, den richtigen Weg zu finden. Wenn wir uns darauf einlassen, in die Irre geführt zu werden, den geraden und einfachen Weg zu verlassen und nicht zu wissen, was hinter der nächsten Ecke ist, dann sind wir bereit zu wachsen.
Nicht umsonst schicken Autoren ihre Protagonisten immer wieder in Labyrinthe und Höhlen, in Gewölbe und dunkle Tunnel. Harry Potter mag einen Klassenkameraden im Labyrinth verlieren, doch kommt er selber stärker daraus hervor, und ist nun in der Lage sich seinen größten Problem zu stellen. Auch die Gefährten des Ringes brauchen die Minen von Moria, um zueinander zu finden, sich im Kampf ebenso zu beweisen, wie sich gegenseitig zu unterstützen und was wäre aus Gandalf geworden, ohne den Sturz von der Brücke?

Vielleicht ist es die Einfachheit der Situation, die im Gewölbe den Blick schärft. Gleichgültig wie verwirrend die Gänge angeordnet sein mögen – man denke nur an das Treppen-Labyrinth im Film „Name der Rose“ – es gibt ein »vor uns« und ein »hinter uns«. Alles andere kann ausgeblendet werden. Und was immer wir suchen, den Schatz in Form von Büchern, die geraubte Prinzessin oder schlicht den Ausgang, es liegt vor uns und wartet darauf gefunden zu werden. Eigentlich ganz einfach. Beachtet man dann noch die Ewige Regel des Dungeons: „immer links“, dann kann eigentlich kaum noch etwas schief gehen.1 Und man sollte sich auch als Held über die Fallen und Rätsel, die Orks und Goblins, all die Gefahren und Schrecken freuen.
Sie geben nicht nur Erfahrung, sondern auch die Möglichkeit zu lernen, zu wachsen, stärker zu werden und das gute Gefühl ein Problem überwunden zu haben. Wie einfach geht das doch am Spieltisch, verglichen mit der realen Welt, wo aus den dunklen Schatten die Probleme unserer Tage hervortreten. Die Orks von Moria sind ein Witz gegen die Höckes und Petrys, die Seehofers und Lindners unseres Labyrinths. Unsere Waffen mögen nicht so einfach wie ein Schwert geschwungen werden können, doch sind auch hier Gemeinschaft und Mut die Mittel der Wahl, die Unholde und ihr Kriegsgeschrei zu besiegen.

»Das Labyrinth stellt nicht die Frage:
Gehst du falsch oder richtig?
Das Labyrinth stellt die Frage:
Gehst du?«
— Gernot Candolini

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Uhrwerk! – Ausgabe 12

Nun ist der dritte Jahrgang mit der 12. Ausgabe vom Uhrwerk! abgeschlossen. Als Thema hatten wir uns »Wildnis – Reisen – Expeditionen« vorgenommen. Für das Rollenspiel ein wichtiger Aspekt. Als eigenen Beitrag habe ich eine Ruine im tharpurischen Dschungel beschrieben, welche als Einstieg in eine Tighrir-Kampagne gedacht ist … mal sehen, wann ich die zu Papier und auf Cons bringen kann.

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Westfälische Erinnerungsorte – erschienen

lwl_weo_coverHeute wurde der Band beim LWL vorgestellt. Über 40 Beiträge sind zusammen gekommen und reichen von Sport, Personen über reale Schauplätze bis hin zu Meta-Orten, wie etwa der Feme.


Beim LWL wird zusätzlich zur Präsentation auch ein Twitter-Projekt (@WestfErinn_orte)  aufgesetzt, um den Band zu begleiten – eine schöne Idee. Ich bin mal gespannt, wie sie die Beiträge mit 140 Zeichen präsentieren.

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Westfälische Erinnerungsorte

lwl_weo_coverVor einiger Zeit habe ich bei Dr. Lena Krull an einer Übung zu Westfälischen Erinnerungsorten teilgenommen. Mit viel Interesse und Vergnügen haben dabei über zwei Semester hinweg gut vier Dutzend Studierende über die Aspekte von Westfalen diskutiert und sich eigenen Themenkomplexen gewidmet. Das Gros der Beiträge wurde dabei literarisch aufgearbeitet und erscheint nun im Verlag Ferdinand Schöningh. Aus meiner Feder stammt dabei der Text über die Feme-Gerichtsbarkeit.

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Uhrwerk! 11 – Das Rollenspiel-Magazin im Uhrwerk Verlag

Die Ausgabe 11 ist nun endlich erschienen. Enthalten sind insgesamt 14 Beiträge zu 9 verschiedenen Themen. Besonders gefreut hat es mich, dass so viele verschiedene Autoren und Kollegen eigene Texte zum Nachruf auf Jörg Raddatz beigesteuert haben. Neben dem Versuch eines Werkverzeichnisses konnte ich einen Artikel zum kommenden Südband beisteuern, um die Verhältnisse an der Nacennia-Straße etwas zu beleuchten.

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Das Ätherversum auf der Spiel 2016 in Essen

So, der Umzug ist halbwegs geschafft und es kann wieder ans Schreiben gedacht werden … passend dazu vermeldet der Uhrwerk Verlag, dass Das Neue Ätherversum auf der Spiel 2016 erscheint. Mit in der Meldung ist ein Werkstatt-Bericht, der schon einmal einen guten Eindruck des Bandes gibt. Mit hat es viel Spaß gemacht in die Welt von Space: 1889 zu wechseln und dort ein wenig mitzugestalten. Das wird baldigst wiederholt.

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Das Neue Ätherversum

Längere Zeit war es etwas ruhig … geschäftiges Treiben, wie man so sagt. Aber nun kündigt der Uhrwerk Verlag Das Neue Ätherversum für Oktober/November an. Dabei handelt es sich um eine Artikel-Sammlung im Stile eines Journals des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Mit dabei sind zwei Beiträge aus meiner Feder. Der eine beschreibt eine technische Neuerung und der andere arbeitet archäologische und historische Ereignisse auf. Beide Artikel haben eine Menge Spaß gemacht, sowohl bei der Recherche, als auch beim Ausformulieren. Für einen ersten Ausflug ins Space-Setting ein sehr angenehmes und motivierendes Ergebnis.

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Nandurion und der Aventurische Bote 177

“Für mich das Highlight des Boten.” … das geht doch runter wie Öl. Nandurion, die Info- und News-Seite zum Rollenspiel »Das Schwarze Auge«, hat mit Datum 07.08.2016 einen kritischen Blick auf den Aventurischen Boten 177 geworfen. Dabei kommen die beiden Artikel von mir zu Myranor erfreulich gut weg. Gleich drei Rezensenten nahmen sich das Blatt vor: Botendisput zum Boten 177

“Eindeutig das zweite Highlight des Boten ist dann für mich der ausführliche Bericht „Ein Astrologe aus dem Güldenland“, in dem Peter Horstmann einen Sternenkundler der Kerrishiter den Sternenfall ausführlich aus güldenländischer Perspektive kommentieren und auswerten lässt. Nach langer Myranor-Abstinenz ist das eine sehr willkommene Abwechslung und eine gleichermaßen erhellende wie vergnügliche Lektüre.”

“Ja, tatsächlich ließt sich diese Beilage äußerst vergnüglich und wirft ein Licht auf den Sternenfall, auch wenn mir noch immer „alles kann damit, nichts muss“ als Planung etwas arg … flexibel erscheint. Aber gerne darf man so auf diese Weise öfters diverse Experten interviewen und mal tiefer in Sonderfelder vordringen, das macht den Boten durchaus zur abwechslungsreichen Lektüre.”

“Noch mehr Güldenland! Ein ausführliche Zusammenfassung eines Berichts einer Gruppe von Thorwalern, die von sich behaupten, aus dem Güldenland zurückgekehrt zu sein, und die wichtigsten Stationen ihrer Expedition beschreiben. Ebenfalls eine vergnügliche Lektüre mit einem sehr interessanten Teaser.”

 

Mich freut’s natürlich, dass die Texte gut ankommen. :)

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Uhrwerk! – Ausgabe 10

Nun ist sie zweistellig. Im dritten Jahrgang gibt es die Memoria Myrana nun als Teil des Verlags-Magazins mit Beiträgen aus der Spielwelt Myranor und anderen Settings. Dieses Mal durften die Großen nicht mitspielen, denn die Kleinen sollten einmal aus dem Schatten von Splittermond und Myranor heraustreten und sich angemessen präsentieren. Für die kommende Ausgabe mit den Thema “Stadt” sind bereits erste Beiträge eingetrudelt und es werden wieder alle Settings bedient.

Für mich als Chef-Redakteur war es ein Experiment. Je mehr Material zu den Großen enthalten ist, desto mehr Interesse weckt die Ausgabe, doch bisher können sich die Download-Zahlen sehen lassen und stehen nur minimal hinter den üblichen Werten zurück. Das macht Mut für weitere Experimente und auch ein gutes Gefühl, dass das Format auch nach 10 Ausgabe nicht an Schwung verloren hat. :)