Drei Tage in Wuppertal

20150224_153313Wuppertal ist eine junge Stadt. Über die Hügel und Berge des namengebenden Wassers verteilt, zählt sie mit ihren immerhin 340.000 Einwohnern zum Bergischen Land. Damit ist sie etwas größer als Münster. Eine gewisse Berühmtheit erlangte der 1929 aus Barmen, Elberfeld und einigen anderen kleinen Städtchen zusammengesetzte Ort durch sein Hauptvekehrsmittel: die Schwebebahn.

Das Wetter wird den Münsterländer an die Heimat erinnern, denn es scheint ebenso verregnet zu sein, wie zuhause. Allein, die Temperaturen lassen hier im ausgehenden Februar noch etwas zu wünschen übrig, was wohl der höheren Lage geschuldet ist. Und wer meint, die Stadt hätte kein Niveau, dem sei gesagt: erlauf es Dir! Recht bald wird man erkennen, wie niveauvoll dieser Ort zwischen Industrie und Tourismus, zwischen klassischer Vergangenheit und Moderne zu sein vermag.

Nur ein paar wenige Eindrücke kann ich heute geben, mehr soll baldigst folgen.

Der Bahnhof in Münster …

Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten ist die Um-Gestaltung des Bahnhofes in Münster ein Thema für Politik und Medien. Seit dem Herbst ’14 wird nun auch daran gearbeitet, ihn loszuwerden. Dass es dabei eine Menge Probleme gibt, kann man in Münsters letzter Zeitung, der WN, nachlesen.

Update 06.02.2015: Der eine Tunnel ist voll mit Fußgängern in Angst vor Fahrrädern, der andere Tunnel wird zerlegt …

 

 Update 19.01.2015: Nun geht es auch in Richtung Hauptgebäude.

Wie das nun aussieht mit dem Bahnhof, wird auch hier zu sehen sein:

Creative Commons Lizenzvertrag
Die Bilder zum Thema „Abriss des Bahnhofes in Münster 2015“ von Peter Horstmann sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Praxisseminar Archäologie im Dom zu Osnabrück

Gestern fand eine weitere Sitzung im Praxisseminar Archäologie statt. Dabei ging es mit der Stadtarchäologie Osnabrück für Messübungen in die Türme des Doms St. Peter. Die wohl auffälligste Besonderheit des Domes sind die beiden unterschiedlichen Türme (Aufgrund des doch sehr miesen Wetters gestern greife ich hier auf ein Bild aus Wikimedia zurück.). Der Dom bestand als Missionskirche schon im ausgehenden 8. Jahrhundert und zwar von Anfang an als Steinbau, was eine weitere Besonderheit darstellt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der ursprünglich romanische Bau immer wieder erweitert und umgebaut, was dann u. a. auch zu den unterschiedlichen Türmen führte. Eine Version begründet die Differenz mit der Anschaffung neuer Glocken und einer geplanten Erweiterung beider Türme. Eine andere Geschichte meint, der Türm wäre größer und höher ausgebaut worden, um aus dem „Schatten von St. Katharinen“ zu entkommen, welche eine spätgotische Kirche der Bürgerschaft in Sichtweite des Doms ist und deren Turm höher war.

Was nun auch der Ursprung sein mag, es war sehr interessant. Nicht nur ist der Dom ein architektonischer Augenschmaus, er hat auch eine sehr interessante Geschichte, welche man bei den Führungen und durch die vielen Infobroschüren im „Forum“ am Dom mitbekommen kann. Eine Besonderheit war natürlich auch der „Einblick hinter die Kulissen“.