Wennigloh im 19. Jahrhundert.

Ereignisse und Begebenheiten aus dem Dorf Wennigloh in den Jahren 1800 bis 1899.

Zeit der Napoleonischen Kriege.

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Seit 1793 versuchte Frankreich im 2. Koalitionskrieg den Rhein als Grenze Frankreichs zu erstreiten und besetzte linksrheinische Teile des Heiligen Römischen Reiches. Dies wurde am 9. Februar 1801 mit dem „Friede von Lunéville“ vom römisch-deutschen Kaiser Franz II. anerkannt. Das kurkölnische Herzogtum Westfalen, verlor dabei seine linksrheinischen Gebiete. Im Zuge der Säkularisierung okkupierte die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt 1802 das Herzogtum und schuf so Fakten, noch bevor der Reichsdeputationshauptschluss eine Entscheidung fällen konnte. Sitz der neuen Landesregierung für die Provinz „Herzogtum Westfalen“ wurde Arnsberg. Unmittelbar nach der Besitzergreifung wurden Stifte und Klöster zu Gunsten des hessisch-darmstädtischen Staates enteignet (säkularisiert). In der Verwaltung traten einige Neuerungen ein, bis 1806 blieben die Landstände jedoch erhalten. 1806 wurde in Paris der „Rheinbund“ geschlossen, eine Allianz ehemals deutscher Staaten des Reiches mit Napoleon. Auch Hessen-Darmstadt trat diesem Bündnis bei und stellte mehrere tausend Soldaten.